Mehr politische Teilhabe
Die Gemeinde Thalwil ist zu gross geworden für ihre politischen Strukturen. Darum setzen wir uns für eine moderne und inklusive Gemeindeorganisation und partizipative politische Prozesse, bei der die ganze Bevölkerung mitreden kann.
An Gemeindeversammlungen entscheiden nicht selten 1-2 % der Thalwiler Stimmberechtigten über zentrale politische Weichenstellungen in unserer Gemeinde – etwa über den Steuerfuss, grössere Investitionen oder Sparmassnahmen bei Kultur und Umwelt. Die immer nur gleichen etablierten Exponenten trauen sich, zu den Geschäften zu sprechen. Menschen, die Betreeungsarbeit oder andere Abendarbeit leisten, werden systematisch von den Abstimmungen augeschlossen. Nicht selten werden vor allem jene mobilisiert, die verhindern möchten, und in emotionalen Debatten werden langjährige Planungen gebodigt oder kurzfristige Steuergewinne durchgewunken. Thalwil hat professionellere, breiter abgestützte und langfristigere Entscheidungen verdient - darum setzen wir uns für ein Parlament und mehr partizipative politische Prozesse ein.
Ein Parlament funktioniert anders: Seine Mitglieder werden alle vier Jahre von 30–40 % der Stimmberechtigten gewählt. Parteien und politische Strömungen sind proportional vertreten, unterschiedliche Interessen systematisch eingebunden. Parlamentarierinnen und Parlamentarier setzen sich regelmässig mit politischen Geschäften auseinander und können komplexe Vorlagen wie Budget, Bauprojekte oder Reglemente vertieft prüfen. Entscheide werden strukturierter, sachlicher und langfristiger getroffen; Einzelinteressen lassen sich weniger leicht durchsetzen.
Die Bevölkerung bleibt weiterhin eingebunden – durch Wahlen oder Initiativen. Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit, an langen Versammlungen teilzunehmen, um Einfluss zu nehmen.
Nicht zuletzt fördert ein Parlament den politischen Nachwuchs: Ein Mandat auf Gemeindeebene bietet Erfahrung und Verantwortung – und dient oft als Sprungbrett für kantonale oder nationale Aufgaben.
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Unsere wichtigsten bisherigen Erfolge
Die SP setzt sich ein für mehr Frauen* in der Gemeindepolitik. Dafür organisierten wir im März 2025 beispielsweise einen stark besuchten Anlass mit Nationalrätin Priska Seiler Graf, Gemeinderätin und Co-Präsidentin der SP Kanton Zürich Michelle Dünki-Bättig und Gabriela Giger, SP-Lokalpolitikerin in Richterswil. Resultat war ein inspirierender Abend von engagierten Frauen* für engagierte Frauen*.
Die SP war massgebend dafür, dass eine echte Debatte über die Einführung eines Parlaments im Rahmen der Totalrevision der Gemeindeordnung geführt wurde. Wir organisierten mitten in der Pandemie eine virtuelle Podiumsdiskussion, nahmen mit guten Argumenten Einfluss in Gemeinderat und Kommissionen und verschafften dem Thema mit einem auffälligen Flyer Gehör. Trotz wenigen fundierten Gegenargumenten war unser Anliegen der Urne chancenlos.
Bereits 2007 setzten wir uns für die Einführung eines Parlaments in Thalwil ein – mit ähnlichen Argumenten wie heute. Die Abstimmung ging leider verloren, regte aber erfolgreich die Diskussion an.
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